DOAG Konferenz 2016 – Feedback & Verbesserungsvorschläge

von Karsten Besserdich

Die DOAG Konferenz 2016 ist schon wieder vorbei. Sie war kurzweilig und wie immer professionell organisiert. Ein großer Dank an das DOAG TEAM.

Dennoch möchte ich der DOAG ein Feedback geben, denn m.E. haben wir ein großes Problem bei der Qualität der Vorträge. Meinen Kollegen und mir sind in diesem Jahr besonders stark die Qualitätsunterschiede der Vorträge aufgefallen – wird nur auf Masse und nicht auf Klasse gesetzt?

Verbesserungsvorschläge

Wie kann die Qualität der Vorträge für die nächsten Veranstaltungen verbessert werden? Hier ein paar Ideen.

Feedback für die Referenten

Da ich selbst in den letzten beiden Jahren Referent auf der DOAG Konferenz war, würde ich es begrüßen, Feedback vom Publikum zu meinem Vortrag zu bekommen. Nur mit Feedback als Grundlage kann man sich verbessern!

Mein Vorschlag: Das Publikum hat die Möglichkeit, einen Vortrag direkt zu bewerten. Die Bewertung ist nicht öffentlich einsehbar, sondern lediglich für den Referenten ersichtlich.

Die Bewertung von Vortragsstil und Inhalt wären wünschenswerte – ebenso eine zusammengefasste Gesamtbewertung, idealerweise mit einer Kommentarmöglichkeit.

Hieraus ergeben sich viele, weitere Möglichkeiten, wie z.B. am Ende der DOAG die am besten bewerteten Vorträge mit einer kleinen Auszeichnung zu versehen. Dies trägt zur Motivation zukünftiger Referenten bei, qualitativ hochwertige Vorträge zu erstellen.

Auswahl der Sessions von DOAG Mitgliedern

Für die DOAG 2016 wurde ca. 900 Vorträge eingereicht. Ein deutlicher Mehrwert für die Besucher würde sich ergeben, wenn alle DOAG Mitglieder im Vorfeld bei der Auswahl der Vorträge durch Abstimmung mitwirken können.

Prüfen der Manuskripte durch DOAG Mitglieder

Für Besucher wäre es ebenfalls sehr von Vorteil, wenn diese im Vorfeld das Manuskript – oder einen Teil davon – einsehen können, um z.B. das Level des Vortrages für sich einschätzen zu können.

Im Rahmen des Freigabeprozesses der DOAG für Vorträge, wäre ebenfalls ein Review mit Feedback wünschenswert, so könnten viele Vorträge im Vorfeld verbessert werden.

Update 23.11.2016: Stand heute sind sehr viele Manuskripte und Vortragsfolien nicht einsehbar. Warum?

Neue Formate

Bei der DOAG Konferenz gibt es seit geraumer Zeit eine feste Zeitvorgabe für jeden Vortrag: 45min. Dies mag zur allgemeinen Planung der Konferenz von Vorteil sein – führt aber dazu, dass kleine Themen in die Länge gezogen und komplexe Themen ggf. sehr oberflächlich behandelt werden. Ein paar mehr Größen für die Zeitslots würde hier große Vorteile bringen.

Mobil-App für den Konferenzbesuch

Schon auf der DOAG 2015 gab es den Konferenzplaner mit der Kennzeichnung als „BETA-Version“. Dieser Konferenzplaner ist m.E. gerade in der mobilen Ansicht nicht so gut zu bedienen. Mit einer nativen Mobile-APP stünden weitere technische Möglichkeiten zur Verfügung, hier ein paar Vorschläge:

  • Referent / Vortrag bewerten – Feedback einholen
  • Push Notification bei Änderungen im Programm oder weiteren wichtigen Informationen – so kann man hierfür auf die Nutzung von Twitter verzichten, bei dem nicht jeder Besucher einen Account hat.

Habt ihr noch weitere Verbesserungsvorschläge? Schreibt einen Kommentar und diskutiert mit.

2 KOMMENTARE

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 von  Uwe Küchler
Danke für den Artikel, der sicher die Eindrücke und Wünsche etlicher Teilnehmer der Konferenz wiedergibt. Den Wunsch nach Feedback für Referenten kann ich nur unterstreichen! Allerdings liegt meine Priorität nicht bei einer App; Responsive Design, das möglichst vielen Endgeräten zugänglich ist, finde ich eher die Investition wert. Um den Gedanken mal ein wenig weiter zu spinnen, könnte am Ende des Vortrages ein QR-Code in der Präsentation auf den Feedback-Bogen verweisen. Die Zeitvorgabe ist kein ganz seltener Diskussionspunkt. Gerade die internationalen Gäste sind immer wieder erstaunt über das kurze Format; häufig sind 60 statt 45 Minuten die Norm. Es gibt aber auch jetzt schon immer mal wieder Vorträge, die zwei Slots belegen, weil auch eine Stunde nicht reichen würde. Das könnte man den Referenten ja etwas deutlicher anbieten. Ansonsten bin ich für die Beibehaltung eines gemeinsamen Teilers, damit die Slot-Planung, auch für Hörer, nicht völlig asynchron verläuft. Zu kurze Vorträge stören mich eigentlich weniger, wenn sie _nicht_ gestreckt werden und mir dann noch Zeit für einen Kaffee oder ein angeregtes Gespräch lassen, bis der nächste Vortrag beginnt. Der Auswahl von Vorträgen durch die Allgemeinheit sehe ich eher skeptisch: Vor allem sehe ich die Gefahr, dass sich dann ein Mainstream etabliert, neben dem andere und sicher auch spannende Themen untergehen. Statt dessen wäre es mir wichtig, dass die Manuskripte, die die Referenten ja schon einige Wochen vor der Konferenz hochladen müssen (was wohl auch eine Besonderheit der DOAG-Konferenz ist), dann auch von den Teilnehmern eingesehen werden können. So ließe sich für Interessenten deutlich besser beurteilen, ob der Vortrag tatsächlich ihren Erwartungen entsprechen wird. Auch lassen sich aus einem Skript schon ein wenig Rückschlüsse auf die zu erwartende Qualität ziehen. Die frühzeitige, öffentliche Zugänglichkeit der Skripte liegt mir auch als Referent am Herzen, denn schließlich wird mir der Aufwand dafür ja auch mit der Begründung abverlangt, dass es Interessenten zur Orientierung dient. Soweit meine 0,02 €. Viele Grüße, Uwe
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 von  Sascha Schäfer
Danke für den Anstoss einer Diskussion zu diesem Thema. Die großen Qualitätsunterschiede zwischen den Vorträgen konnte ich nicht feststellen. Mir hat auch die Einteilung in Zielgruppen geholfen die richtigen Vorträge auszuwählen. Ich bin schon seit einige Jahre auf der DOAG Konferenz. Es gab bisher nur sehr wenige Vorträge die ich mir nicht mehr anschauen würde. Auch ich fände es gut wenn man den Referenten schnell und einfach Feedback geben könnte. Ich würde mir auch eine DOAG-App für die Konferenzplanung, Feedback, Terminänderungen usw. wünschen. Der Konferenzplaner ist zwar ein erster Schritt, aber die Bedienung ist nicht optimal. Natürlich ist es für die DOAG auch nicht einfach allen gerecht zu werden. Ich würde auch begrüßen wenn der Konferenzplaner ausgebaut und verbessert würde. Damit würde man die meisten Endgeräte bedienen können. Der Konferenzplaner ist wie letztes Jahr noch Beta. Beim Browsen im Programm gehen beim Schritt aus der Detailansicht des Vortrags zurück auf die Übersicht alle Filter verloren. Man beginnt wieder von vorne alle Filterkriterien für Tag, Stream, Zielgruppe usw. einzustellen. Dieser Punkt hat mich am meisten gestört. Für die Auswahl eines passenden Vortrages ist die Info aus der Detailansicht immer sehr hilfreich. Es gibt zwar eine Feedbackfunktion zum Planer, diese aber nur per Mail. Ich hoffe es gibt nächstes Jahr eine verbesserte Version. Viele Grüße Sascha Schäfer

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